Dienstag-Vormittag-Treff am 24. März 2026
Herzliche Einladung zum Dienstag-Vormittag-Treff
im Bernhard-Schräder-Haus, Klosterstraße 26, 19053 Schwerin
am 24. März 2026, 10:00 Uhr im BSH, 1. OG
„Eine außergewöhnliche Frau - Zur Bedeutung der Oberhofmeisterin Gabrielle von Bibow für die katholische Kirche in Mecklenburg“
Referent: Georg Diederich
Die frühe Geschichte der katholischen Kirche in Mecklenburg nach der Reformation ist mit vielen klangvollen Namen von Herzögen und Königen, von Bischöfen und Ordensleuten, von kaiserlichen Gesandten und einflussreichen Adligen verbunden. Aber waren es wirklich nur hochangesehene und berühmte Männer, die hier das Geschick der kleinen katholischen Minderheit im Lande bestimmt hatten?
Vor 300 Jahren, am 31. Dezember 1725, starb in Schwerin die katholische Oberhofmeisterin Gabrielle von Bibow. Diese außergewöhnliche Frau galt den Katholiken in der Schweriner Missionspfarrei schon zu Lebzeiten als „einzigartige Patronin“. Ihr ganzer Lebenslauf ist mit dem Wiederentstehen der katholischen Kirche in Mecklenburg nach der Reformation eng verwoben. Man kann mit einiger Berechtigung sagen, dass ohne sie und ihr beständiges Wirken wohl kaum eine Missionsstation der Jesuiten in Schwerin entstanden wäre.
Auch heute noch kann man dieser Frau in Dankbarkeit gedenken. Denn schließlich steht auf ihrem Anwesen in der Schweriner Schlossstraße, dass sie einst als Zufluchtsort für die in Bedrängnis geratene katholische Gemeinde bereitgestellt hatte, heute die Propsteikirche St. Anna, die vielen als „Mutterkirche“ der katholischen Kirchbauten im Lande gilt.
Der Vortrag wird vom Thomas-Morus-Bildungswerk unterstützt.